Fensterdichtung selbst bestimmen

Fensterdichtungen kaufen, aber welche Dichtung passt bei meinen Kunststofffenstern ?

Grundsätzlich ist es so, wie in einem anderen Bericht auf unserer Seite schon beschrieben, verschiedenen Fenstersysteme von Herstellern mit unterschiedlichen Dichtungen gibt Oftmals unterscheiden sich diese nur in den Dichtungsformen. Dieses zu erkennen, ist nicht so einfach für den Laien und oft das Problem eine neue Fensterdichtung für ein älteres Fenster zu finden.
 
Bitte bedenken Sie: Nachfolgend geht es ausschließlich um die Bestimmung von Dichtungen für Fenster und Türen aus Kunststoff bzw. Aluminium. Das Thema Dichtungen für Holzfenster ist ein völlig anderes Thema.
 
Wichtig zur Bestimmung der richtigen Dichtung für mein Fenster oder Tür ist in erster Linie Dichtungsfuß, welcher in die Dichtungsaufnahme ( Nutbreite am Fenster in mm ) des Fensters gedrückt wird. Dieser Dichtungsfuß sitzt am unteren Teil der Dichtung und hat oft die Form eines Pfeils => und endet dann an dem Dichtkörper.
 
Maßgeblich ob eine Dichtung passt ist erst ein mal der Dichtungsfuß. Dieser unterscheidet sich in zwei Teilen und enstscheidet on die Dichtung überhaupt passt.
  • Die Stegbreite ( schmaler Teil des Dichtungsfußes ) ist der Klemmbereich der Dichtung. Hierzu müssen Sie genau die Nutbreite an Ihrem Fenster messen. Beträgt die Nut an Ihrem Fenster z.B. 3 mm, so sollte sich die Stegbreite an der neuen Dichtung ca. 2,8 - 3,3 mm betragen. Etwas kleiner ist nicht so tragisch, dann geht die Dichtung leichter in die vorhandene Nut.
  • Der Dichtungsfuß ( das Dreieck des Pfeils ) sollte dann in etwa 3,5 - 4 mm betragen. Der Dichtungsfuß befestigt die Dichtung in der Nut des Fensters. Gleichzeitig verhindert dieser, dass sich die Dichtung sich nicht so leicht aus der Dichtungsnut lösen kan
Sitzt die Fensterdichtung fest ( so das diese sich nur mit etwas Druck aus der Aufnahme ziehen lässt ) in der Nut, ist schon viel erreicht. Als nächstes gilt es zu klären, welche Spaltbreite meine neue Dichtung abdichten muss.
 
Hier unterscheiden sich die Fensterdichtungen in der Aufbauhöhe voneinander. Es werden von Fall zu Fall unterschiedliche Anforderungen an den neuen Fensterdichtungen gestellt. Oft lassen sich bei älteren Fenstern die Beschläge nicht mehr justieren und die Original Fensterdichtungen können die benötigte Spaltluft am Fenster nicht mehr abdichten.
 
Hierfür wurden unsere Spezialdichtungen aus dem Werkstoff Silikon mit einem sehr hohen Spaltausgleich bis zu 9 mm entwickelt. Haben sich die alten Fensterdichtungen über die Jahre nurwenig abgnutzt, kann der Dichtungsspalt mit einer Standarddichtung abgedichtet werden.
Hier können unser Dichtungen aus TPE verwendet werden. Zudem sollten sie darauf achten, dass beim schließen des Fensterflügels der Schließdruck nicht zu schwer geht. Dies ist ein Zeichen, dass die Dichtung zu dick ist. Ein leichtes spürbares andrücken der Dichtung an dem Fensterrahmen ist gewünscht und völlig normal.

Fazit: Unabhängig von den verschiedenen Dichtungsformen und Dichtungshöhen ist es immer das Ziel, die undichten Fenster wieder " dicht "zu bekommen.

Hier heißt es einfach nur " probieren " welche Fensterdichtung für ihr Fenster am besten passt. Es ist also nicht so, dass eine Fensterdichtung nur für einen Fenstertypgeeignet ist.

Vielmehr lassen sich Fensterdichtungen untereinander und auch mit verschieden Systemen kombinieren.

Dichtung Holzfenster - nachrüsten, einfräsen bzw. erneuern !

Fensterdichtungen beeinflussen maßgeblich die Leistungseigenschaften eines Fensters, wie zum Beispiel die Schlagregendichtheit, die Luftdurchlässigkeit, den Schall- Wärmeschutz sowie die Bedienung eines Fensters. Dieses ist im Hinblick auf steigende Anforderungen neuer Wärmeschutzverordnungen nicht zu verkennen.

Dieses gilt ganz besonders für Holzfenster, welche bis in den frühen 60 er Jahren noch völlig ohne Fensterdichtungen gefertigt wurden.
Undichte Holzfenster konnten damals nur mit den aus der Werbung bekannten Klebedichtungen zusätzlich abgedichtet werden.

Hier gibt es nun die Möglichkeit, eine Nut von 3 mm in den Fensterflügel nach zu fräsen und eine neue Dichtung zu montieren .Zum Nachrüsten
neuer Fensterdichtungen bei dieser Art Fenstern, werden spezielle Dichtungen aus Silikon verwendet. Dieser Vorgang ist sehr aufwendig und sollte
nur von einem Fachbetrieb ausgeführt werden.

Bei Holzfenstern ab den 70 er Jahren bis heute, werden Holzfenster generell mit einer Nut zur Aufnahme einer Fensterdichtung hergestellt.
Hier werden dann Flügelfalz bzw. Stulp oder Anschlagdichtungen zum Abdichten neue Fenster verwendet. Bei diesen Holzfenstern ist das
auswechseln von Holzfensterdichtungen kein Problem, so dass  ( mit etwas Geduld ) dieses für jeden Hobbyhandwerker möglich sein sollte.
Die Anschlagluft bei Holzfenstern beträgt Werksseitig in der Regel 5mm, so dass die neue Holzfensterdichtung eine Kopfbreite bzw.
Rückstellvermögen von  von ca. 7,5 - 8,5 mm haben sollte.

Vorab ist bei der Bestimmung einer neuen Holzfensterdichtung folgendes zu Berücksichtigen :

  • Die Nuttiefe ( dort wo die Holzfensterdichtung eingeführt ist ) ca. 7 – 9 mm
  • Die Nutbreite ( die Breite der Einfräsung der Dichtungsaufnahme ) 2,5 – 5,5 mm
  • Die Falzhöhe ( Maß der Dichtungsauflage am Fenster ) 10, 12, 15 oder 18 mm
  • Die Anschlagluft ( Kopfbreite bzw. Rüchstellvermögen Ihrer Fensterdichtung )

    Anleitung zum Bestimmen der Skizze

Diese Darstellung soll nur als kleine Information verstanden werden. Gern stehen wir Ihnen mit Rat und Tat beim Nachrüsten von Holzfensterdichtungen, bzw. Dichtungen aller Art zur Seite.